Wer genau plant, vermeidet teure Fehler bei der Baufinanzierung
Wer in die eigene Immobilie investieren will, muss ein langfristiges Baudarlehen in Anspruch nehmen, um die meist hohe Kreditsumme abzahlen zu können.
Deshalb sollte man sich frühzeitig Gedanken über die Finanzierung machen und dabei klar die eigenen Ziele definieren.
Eine solide und günstige Baufinanzierung bedarf in der Regel mehrerer Standbeine.
So stellt das Eigenkapital immer noch das Fundament dar. Gemäß der goldenen Regel: je höher das Eigenkapital, desto weniger Fremdmittel müssen aufgenommen werden, sollte sich die Finanzierung aufbauen. Zum Eigenkapital gehören Wertpapiervermögen, Bankguthaben, Versicherungsguthaben oder auch ein Bausparvertrag. Wer diesen Posten zusätzlich aufstocken will, kann zudem durch die aktive Mithilfe am Bau der eigenen vier Wände, Eigenkapitalersatzleistungen einfließen lassen.
Durch eine entsprechend hohe Summe an Eigenkapital verbessert sich die Verhandlungsposition gegenüber der Kredit gebenden Bank wesentlich und hilft zudem Kosten einsparen, weil weniger Geld aufgenommen werden muss.
Wer zu den sicherheitsorientierten Häuslebauern gehört, entscheidet sich meist für ein klassisches Hypothekendarlehen, das Annuitätendarlehen.
Für Eigennutzer einer Immobilie erweist sich dieses Finanzierungsprodukt als sichere Konstante bei der Immobilienfinanzierung.
Nachdem eine individuell geeignete Zinsbindungsfrist und eine Tilgungsrate festgelegt worden sind, erhält der Kreditnehmer bis zum Ende der Finanzierung eine gewisse Planungssicherheit.
Monat für Monat zahlt er dann eine gleich bleibend hohe Rate, die einen Zins- und Tilgungsanteil beinhaltet.
In Zeiten niedriger Bauzinsen macht es Sinn, mit dem Geldgeber eine längere Zinsbindungszeit zu vereinbaren als die übliche von fünf oder zehn Jahren. Denn auf diese Weise kann sich der Darlehensnehmer den Zins dauerhaft sichern. Zudem gestaltet sich die Restschuld nach Ablauf dieser Zeit auch nicht mehr so hoch, wie es nach einer vergleichsweise kurzen Laufzeit der Fall wäre.
Läuft die Zinsbindung eines Altdarlehens aus, sollte der Kreditnehmer nicht blind bei der Hausbank eine Anschlussfinanzierung vornehmen. Meist prolongieren viele Darlehensnehmer aus Gründen der Bequemlichkeit dort, ohne vorher Vergleiche bei anderen Geldgebern eingeholt zu haben.
Zudem besteht auch noch das weit verbreitete Vorurteil, dass sich ein Bankenwechsel teuer gestaltet. Wer sich jedoch informiert, wird schnell feststellen, dass die Summe, die durch günstigere Konditionen anderer Geldgeber eingespart werden können, weitaus höher ist, als die Kosten für einen Wechsel.
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